Diary/Story

Ewan Gornest

Kapitel I

 

 

„Ewan... Ewan Gornest“ - so rief ihn die alte Frau immer, wenn er etwas angestellt hatte, „Wo steckst du nur wieder?“.

Mit dem zerbrochenen Porzellan ihrer Lieblingsvase, sie hatte sie einmal von ihrem ersten Mann geschenkt bekommen, lief sie wütend durchs Haus.

Doch Ewan war schon längst davon gelaufen. Er wusste genau, was ihn erwarten würde, wenn er da geblieben wäre. Es war jedes Mal das gleiche Spiel. Zum Schluss bekam Ewan sowieso eine Tracht Prügel. Seine Ausreden interessierten sie nicht.

 

Ewan Gornest war ein guter Junge. Er wohnte mit seinen Eltern in einem kleinen Häuschen in Virginia. Er hatte eine schöne Kindheit. Jeden Sonntag ging er gemeinsam mit seinem Vater in die Kirche. Ein kleines Bächlein führte sie zurück. Sie zogen sich die Schuhe und die Socken aus und liefen, der eine den anderen fangend, so schnell sie konnten nach Haus. Dort wartete die Mutter mit dem Essen auf sie.

Doch plötzlich schien sich alles zu ändern. Ewan hörte seine Eltern immer öfter streiten. Er konnte nicht verstehen worüber, dafür war er noch zu klein, aber er wusste, dass dies nichts Gutes zu bedeuten hatte.

Eines Tages, es war ein sonniger Frühlingsmorgen, wachte Ewan durch lautes Gerümpel, auf. Er wollte nachsehen woher der Lärm kam, doch seine Zimmertür war verschlossen. Mit aller Kraft hämmerte er mit seinen Fäusten auf die Tür ein, doch es rührte sich nichts. Er schrie immer lauter nach seinem Vater. Er wusste, es musste etwas schreckliches passiert sein.

„Ewan, hör auf zu schreien!“, hörte er seine Mutter rufen.

Doch diese Stimme war anders als sonst. Das war nicht seine liebevolle Mutter, die jeden Sonntag mit dem Mittag auf ihren Sohn wartete. Es war auch nicht die fürsorgliche Mutter, die ihm immer eine Gute-Nacht-Geschichte vorlas, wenn er nicht schlafen konnte. Es war die Stimme eines Monsters!

Es kehrte Ruhe ein. Ewan stand immer noch an der Tür und wartete, bis jemand kam und ihn frei ließ. Doch es schien niemand da zu sein. Es herrschte eine ungewöhnliche Stille. Er zog sich zurück. Nahm seinen Dino Freddy, das war sein Lieblingskuscheltier, und setzte sich vor Angst zitternd, in die Ecke in der sein Vater immer saß, wenn die beiden miteinander gespielt hatten...

Es war dunkel, als er von einem Gepolter unsanft geweckt wurde. Stunden mussten vergangen sein. Er hörte laute Schritte und sah sich um. Plötzlich öffnete sich vor ihm eine Tür, sie erschien ihm so hoch wie das Haus in dem er mit seinen Eltern gewohnt hatte. Heraus kam eine alte zerbrechliche Frau. Er war in eine dünne Decke eingewickelt und auf seinem Bauch lag ein Zettel. Er konnte nicht lesen, doch er hörte die alte Frau etwas sagen: „... Ewan Gornest heißt du also.“

Sie nahm ihn auf und bevor sie mit ihm ins Haus eintrat, schaute sie sich noch einmal um. Es war niemand zu sehen.

Ewan war nun sieben Jahre alt und die alte Frau wurde immer älter. Ihr gesundheitlicher Zustand ließ stark nach und ihre Angst dem Jungen vor den Augen wegzusterben, stieg mit jedem Tag an. Also entschloss sie sich, ihm die Wahrheit zu sagen.

„Ewan... komm schnell her, ich muss mal mit dir über etwas sehr Wichtiges reden.“

Doch schon bald sollte dies die falsche Entscheidung gewesen sein. Nachdem Ewan sehr aufmerksam zugehört hatte, lief er schnell hoch in sein Zimmer und verschloss die Tür. Dort blieb er fast eine Woche und kam nur zum Essen heraus. Das Verhältnis zwischen der alten Frau und Ewan verschlechterte sich schnell. Er hörte nicht mehr auf sie und ging ihr aus dem Weg so gut es ging. Er fing sogar an, sie ganz zu ignorieren. Alles was ihr lieb war, machte er kaputt. Die alte Frau war mit ihren Nerven am Ende. Sie hatte ihm doch nichts getan. Doch Ewan sah dies anders. Als er anfing ihr wertvolles Porzellan kaputt zu machen, wusste sich die alte Frau nicht anders zu helfen, als ihm Schläge anzudrohen. Er wollte ja auf nichts hören.

So nahm alles seinen Lauf und er bekam jeden Tag seine Ohrfeigen. Die Ohrfeigen entwickelten sich zu richtigen Schlägen. Irgendwann wusste er nicht mehr weiter und floh...

 

03:34 PM - 17.04.2006 - comments {5}

17. April 2006

Heute ist der 17. April 2006 und es ist Ostermontag... "der Tag an dem Jesus auferstand".

Ich möchte jetzt keine Diskussion auslösen oder so, aber klingt es nicht schon ein bisschen eigen?! Naja, jedem das Seine. Ich bin jedenfalls nicht gläubig. Zumindest nicht religiös.

 

Draußen regnet es und ich weiß, mal wieder, nicht was ich mit mir anfangen soll. Jeder meiner Freunde hat heute etwas vor und nun sitze ich hier und sehe zu, wie die Regentropfen vom Himmel fallen. LANGWEILIG!

 

Heute wird wohl also nicht mehr viel los sein. Eventuell lese ich noch etwas. Sakrileg - Tolles Buch. Ich hoffe, der Kinofilm wird genau so gut. Ein Lob an Dan Brown. Seine Bücher sind fesselnd!

 

Nun gut, da ich euch nicht mit meiner Langenweile langweilen will [man achte auf den Wortwitz oO], werde ich für den Moment die Tasten ruhen lassen und mich dem Regen, allerdings nur durchs Gucken, hingeben.

 

Bis dann, +mysterious+

01:28 PM - 17.04.2006 - comments {0}

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Diesen Blog werde ich sowohl als ein kleines Tagebuch, als auch eine Art Story-Board nutzen. Dort werde ich mich im Geschichten schreiben versuchen...

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